Regional und genial - des san mia!

Vierter Rundbrief von Dachau AGIL e.V. / August 2011

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heute erhalten Sie den vierten Rundbrief vom Regionalentwicklungsverein Amper-Glonn-Ilm-Land e. V. Damit wollen wir auf die laufende Arbeit von Dachau AGIL e. V. eingehen. Sie werden über den aktuellen Stand der Projekte informiert. Zur gleichen Zeit erhalten Sie wichtige Informationen für die anstehende Mandatsträgerkonferenz und erfahren Wissenswertes durch das Freie EnergieForum zum Themenkomplex „Energiewende“ im Landkreis Dachau.

Wenn Sie Ideen und Projekte mit uns ansprechen möchten – rufen Sie uns doch an.
Sie erreichen Dachau AGIL e.V. unter: 08139-999580.

 Themen

1. Dachau AGIL begrüßt Haimhausen als neues Mitglied
2. Projektübersicht für das Jahr 2011
3. Blick auf einige zentrale Projekte des ersten Halbjahres 2011
4. Landkreis und Kommunen sind Mitglied beim Tourismusverband München Oberbayern e. V. – Was nun?
5. Kultur im Landkreis
6. Mandatsträgerkonferenz zu "Windkraftstandorte im Landkreis Dachau"
7. Energielotsen im Dachauer Land
8. Kontakt, Impressum
9. Anregungen, Lob, Kritik
10. Rundbrief abbestellen und/oder weiterempfehlen

 1. Dachau AGIL begrüßt Haimhausen als neues Mitglied

 

In der Gemeinderatssitzung vom 28. Juli 2011 hat die Gemeinde Haimhausen beschlossen Mitglied bei Dachau AGIL e. V. zu werden.

Haimhausen hat u. a. den Anstoß für das Projekt „Vernetzte Jugendplätze im Dachauer Land“ gegeben – ein sehr innovatives und nachhaltiges Jugendprojekt.

Wir freuen uns auf die weitere positive Zusammenarbeit und viele neue, zukunftsweisende Projekte.

2. Projektübersicht für das Jahr 2011
Nachstehende Grafik verdeutlicht, wie weit die einzelnen Projekte die im Rahmen von LEADER und dem Regionalmanagement entwickelt wurden, bearbeitet sind. Blau dargestellte Projekte werden durch Dachau AGIL e. V. aktuell nicht (mehr) betreut. Die Projekte „Insel Vitalis“ und „Pilotprojekt - pädagogisch sinnvolle und naturnahe Spielplätze gemeinsam gestalten“ sind abgeschlossen. Die Projektskizzen nahezu aller Projekte können Sie auf der Internetseite von Dachau AGIL e. V. einsehen: Projektübersicht

3. Blick auf einige zentrale Projekte des ersten Halbjahrs 2011

3.1 Siedlungsentwicklung zwischen Dorf und Metropole

  Die Metropole München wird in den nächsten Jahren einen enormen Siedlungsdruck auf die umliegenden Gemeinden und Landkreise ausüben. Dies wird einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Damit hier die Interessen und Ziele des Landkreises Dachau und seiner Kommunen zum Tragen kommen und sie nicht zum Spielball der Entwicklung werden, wird ein zukunftsfähiges Konzept erstellt: Wie wollen sich die Gemeinden im Landkreis Dachau in den nächsten Jahren entwickeln?  

Als herausragende Handlungsfelder seien hier Mobilität, Dorferhaltung, Identität, gestalten neuer Wirtschaftsräume und Entwicklung der regenerativen Energie-Erzeugung nur beispielhaft erwähnt.

Der Landkreis und alle seine17 Gemeinden, einschließlich der Großen Kreisstadt Dachau, haben sich für dieses gemeinsame Projekt entschieden. Ende Juli lagen bereits alle notwendigen Gemeinderatsbeschlüsse vor. Das Projekt wurde unmittelbar danach beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht – eine Woche später lag der Zuwendungsbescheid der beantragten Fördermittel aus dem LEADER-Fördertopf vor.

Nun wird das vorgesehene Projektmanagement ausgeschrieben. Die Vergabe erfolgt voraussichtlich im Oktober 2011. Das gemeinschaftliche kommunalpolitische Projekt kann dann starten. Mit den ersten Workshops zu „Zwischen Dorf und Metropole“ entsprechend der Projektskizze ist somit im Herbst 2011 zu rechen. Sie werden dann rechtzeitig informiert.


3.2 Vernetzte Jugendplätze im Dachauer Land

  Die Gemeinden Bergkirchen, Erdweg, Haimhausen, Hilgertshausen-Tandern, Markt Indersdorf, Petershausen, Schwabhausen, Vierkirchen und Weichs planen neue Jugendplätze zu bauen bzw. bestehende Plätze zu modernisieren. Da sich die Anforderungen an Jugendplätze laufend verändern und der Bau stets teurer wird, wird die Gestaltung aufeinander abgestimmt, so dass jede Gemeinde durch die Vernetzungsarbeit von den anderen profitiert.

Von den beteiligten Kommunen liegen die entsprechenden Gemeinderatsbeschlüsse vor – im Oktober werden die ersten Anträge der Kommunen zur Genehmigung der Leadermittel eingereicht. Notwendig ist hierzu eine genehmigte Bauplanung, wie sie bereits von der Gemeinde Hilgertshausen-Tandern vorliegt.

Das Projekt „Vernetzte Jugendplätze im Dachauer Land“ ist ein Vorzeigeprojekt. Zum einen ist dies das erste Leaderprojekt, das sich für unsere Jugendlichen einsetzt und zum anderen gibt es keinen anderen Landkreis in Bayern, der Angebote für Jugendliche durch den Vernetzungsansatz gezielt ausbaut. So werden die Belange der Jugendlichen für den Landkreis in den Mittelpunkt gestellt. Die Vernetzungsarbeit wird sich nach dem Ausbau der Plätze in gemeinsamen Veranstaltungen, einer gemeinsamen Internetseite und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit zeigen.


3.3  Die Glut weitergeben: Volksmusik im Dachauer und Wittelsbacher Land  

  „Rund 250 Volkmusik- und -gesangsgruppen gibt es im Dachauer und angrenzenden Wittelsbacher Land. Sie pflegen ein traditionelles Liedgut, das Zeugnis gibt über die Lebensart in der Region, das Brauchtum und die Eigenheiten der Menschen hier. Über Generationen wurde dieses Kultur-Wissen weitergegeben, meist mündlich und von Musikant zu Musikant. Jetzt droht dieses prägende Repertoire, das tausende von Melodien und Texten umfassen dürfte, verloren zu gehen. Es stirbt mit den immer älter werdenden Musikern aus.

Dem wollen der Verein 'Wittelsbacher Land' und die Lokale Aktionsgruppe (LAG) 'Dachau AGIL' entgegenwirken: Mit einem gemeinsamen Projekt möchten sie die Rückbesinnung auf Traditionen und gesellschaftlichen Wurzeln fördern, Landkreis-Identität schaffen sowie die Zukunft sichern. Und auch der touristisch verwertbare Aspekt spielt eine Rolle.

Volksmusik ist nicht das Schlager-Geträllere aus dem Fernsehen. Fachleute definieren Volksmusik als eine Musizierpraxis ehemals bäuerlich-dörflicher oder kleinstädtischer Gemeinschaften. Sie war eingebunden in das tägliche Leben und führte zu einer deutlichen Strukturierung des Jahresablaufs: Kirchweih, Weihnachten, Ostern oder die Jahreszeiten waren von speziellem Liedgut begleitet. So leistete die Musik einen großen Beitrag zu Heimatgefühl und Identität.

Diese Identität droht heute verloren zu gehen. Die Globalisierung verdrängt traditionelle Musik mit beliebig austauschbarer, lokale Kleiderordnung mit Allerwelts-Garderobe und über Generationen vererbtes Brauchtum mit Show-Events. 'Damit stirbt nicht nur unsere Lebensart, sondern auch unsere Herzensbildung', sagt Siegfried Bradl. Der 53-jährige Altomünsterer ist Volksmusikpfleger des Bezirks Schwaben für das Wittelsbacher Land und ein ausgewiesener Volksmusik- und Dialekt-kenner. Er gehört zum Arbeitskreis Kultur des Vereins Wittelsbacher Land. Mit seinen Mitstreitern wir er im November einen Verein für Volksmusik und Volkskultur gründen, der aufgrund des gleichen Kulturraumes über beide Landkreise hinweg tätig sein wird. Diese beiden nehmen auch das Projekt „Volksmusik im Dachauer und Wittelsbacher Land“ in Angriff. Bis zum Jahr 2013 sollen Strukturen und personelle Voraussetzungen geschaffen werden, die hier praktizierte Volksmusik zu dokumentieren und wiederzubeleben.

Ziel ist es auch Kinder, Jugendliche und junge Familien wieder an das 'regionale Erbe' heranzuführen. 'Die Glut weitergeben' nennt Bradl das, aber dahinter steckt mehr, als pure Traditionspflege: 'Förderung des Zusammengehörigkeitsgefühls in den Landkreisen Dachau und Aichach-Friedberg' nennt das Arbeitskonzept als Aufgabe, mit dem die LAG Wittelsbacher Land und Dachau AGIL Fördermittel aus dem Leader-Topf der Europäischen Union beantragen.

Mehrere Maßnahmen sind konkret: Ein Projektmanagement kümmert sich um den Aufbau eines Netzwerkes mit den bestehenden Volksmusikgruppen der beiden Landkreise, sodass Liedgut weitergegeben, Texte und Noten festgehalten und Veranstaltungstermine abgesprochen werden. Eine Internet-Plattform soll eingerichtet werden, auf der sich alle Gruppen präsentieren können, die aber auch interessante Informationen über Veranstaltungen, Noten, Wissenswertes, etc. zur Verfügung stellt. Noten- und Liederbücher sollen herausgegeben sowie eine regionale Musikbibliothek aufgebaut werden. Nach der Schaffung von geeignetem 'Handwerdszeug' (zielgruppenorientiertes Material an Noten, Liedern) können sich engagierte Bürger zu sogenannten Multiplikatoren ausbilden lassen, die in Kindergärten und Schulen ihr Wissen zur Verfügung stellen und so mehr und mehr Menschen wieder für die ursprüngliche Volksmusik begeistern.

Natürlich sind auch Veranstaltungen geplant, so ein Volksmusik-Festival, das alljährlich in verschiedenen Gemeinden stattfinden kann. Solch ein Festival hätte wohl Bedeutung über die Regionalgrenzen hinaus. Es könnte auch touristisch vermarktet werden und damit wirtschaftlichen Wert für die Region generieren.“
(Autor: Siegfried Bradl).

Eine Rücksprache mit dem Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayerns ergab, dass diese Projektidee sehr positiv gesehen wird. Die fachliche Zusammenarbeit wurde verbindlich zugesagt. Dies alles spricht dafür, dass das Projekt Volksmusik im Wittelsbacher und Dachauer Land im diesem Herbst soweit abschließend vorbereitet wird, dass es als Leaderprojekt zur Genehmigung beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eingereicht werden kann.

Auch im Wittelsbacher Land stehen die Zeichen zur Zusammenarbeit bereits auf „grün“. Eine gemeinsame Vereinsgründung als Grundlage für das Projekt ist für November 2011 ins Auge gefasst. Dieser Verein wird dann das Dachauer Land bei der Projektumsetzung vertreten und dessen Belange einbringen. Je stärker dieser Verein in der Volksmusikszene und der interessierten Bevölkerung verankert ist, umso nachhaltiger wird er das Projekt prägen und fördern können. Je mehr Gemeinden Vereinsmitglieder werden, umso größer wird die regionale Bedeutung und die Verankerung sein.


3.4  Augustinerchorherrenstift Markt Indersdorf

  Der Heimatverein Indersdorf e. V. ist Eigentümer des Schneiderturms und des Mesnerhauses und führt den Umbau auch durch. Neben dem Mesnerhaus soll wieder die Sternwarte im Schneiderturm entstehen. Finanziert wird dieser Umbau durch die Marktgemeinde Indersdorf, durch die Städtebauförderung, den Entschädigungsfond, die Bayerische Landesstiftung, den Bezirk Oberbayern, Sparkasse Dachau und vielen Spendern.

Über ein Architekturbüro (jesse hofmayr werner, Architekten BDA) wurde die zukünftige Nutzung des Schneiderturms als Museum mit Dauerausstellung in einer Vorstudie erarbeitet. Unterstützt wurde die Planung durch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in München. Das Projekt wurde beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen der Leaderföderung eingereicht. Ende Juli lag der Bewilligungsbescheid schon vor. Herr Wagatha, Vorsitzender des Heimatvereins Indersdorf e. V. freute sich und zeigte sich über die schnelle und unkomplizierte Unterstützung durch Dachau AGIL e. V. äußerst angetan. Das Projekt „Augustinerchorherrenstift Indersdorf“ wird vom Heimatverein e. V. mit seinen 400 Mitgliedern getragen und durch großes ehrenamtliches Engagement umgesetzt.

In den Räumen des Museums werden neben dem Schwerpunkt „Augustinerchorherren Indersdorf“ noch folgende Themen dargestellt:

  • Zum Thema Zeitgeschichte ist geplant das Wirken der Salesianerinnen (1874-1931), die die erste Lehrerinnenausbildung in Bayern im Kloster Indersdorf unterhielten, darzustellen.
  • Ein weiterer Ausstellungsbereich wird die Rolle der Kongregation der Barmherzigen Schwestern von 1856-1995 umfassen.
  • Ergänzt werden die beiden Themen durch einen Museumsbereich zur UNRRA. UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration) ein Vorläufer der heutigen UNO, die sich nach Kriegsende 1945 den überlebenden und verwaisten Kindern aus den Konzentrationslagern annahmen. Diese heimat- und elternlosen Kinder wurden im Kloster Indersdorf betreut. Seit zwei Jahren finden mit diesen Holocaust-Überlebenden Treffen in Indersdorf und im Landkreis statt. Dieser Ausstellungsteil lässt sich mit dem Projekt „Geschichtswerkstatt im Dachauer Land“ verbinden, auch ein Projekt von Dachau AGIL e.V. In diesem zeitgeschichtlichen Projekt werden ebenfalls mit Zeitzeugen Befragungen aus dieser Zeit erarbeitet, Interviews durchführt und Lebensgeschichten darstellt. Die im Rahmen dieser Geschichtswerkstatt konzipierte Wanderausstellung wird Station im Augustinerchorherrenstiftmuseum machen.

So schlägt das Augustinerchorherrenstiftmuseum einen weiten zeitgeschichtlichen Bogen, der sowohl für die Bevölkerung im Allgemeinen, aber auch besonders für neuzuziehende Bürger aufschlussreich und zeitgeschichtlich spannende ist. Zusätzlich hat dieses ansprechende Museumskonzept für die Naherholung und den Tages-Tourismus Magnetwirkung. Dieser moderne und zukunftsfähige Ansatz spricht für die Innovation des Heimatvereins Indersdorf e. V. und die mutige Gestaltung des Museums.


3.5  Naherholung und Tourismus im Dachauer Land

  Mitte Mai wurde das Projekt im Kulturausschuss der Stadt Dachau vorgestellt und dort positiv bewertet. Die Stadt Dachau beteiligt sich folglich an diesem Projekt. Somit sind alle 17 Kommunen und der Landkreis aktiv in das Projekt eingebunden. Eine durch Leader förderfähige Projektbeschreibung wurde  von einer Arbeitsgruppe erarbeitet und vom Lenkungsausschuss am 24. Mai positiv auf den Weg gebracht (die aktuelle Projektskizze kann eingesehen werden unter folgendem Link)

 Das Projekt wird in drei Schritten umgesetzt:

  • Zunächst wird ein eigenständiges Marketingkonzept für den Landkreis Dachau ohne die Stadt Dachau entwickelt.
  • Danach erfolgt die Zusammenführen des bestehenden Marketingkonzeptes der Stadt Dachau mit dem neu entwickelten Landkreiskonzept zu einem Gesamtkonzept.
  • Im Anschluss wird ein Katalog von notwendigen Maßnahmen gestaltet und realisiert. U. a. werden ein Internetauftritt, eine Landkreisbroschüre, eine Angebotsentwicklung und der öffentliche Auftritt erarbeitet werden. Die Umsetzung wird im Rahmen des bestehenden Gesamtkonzeptes geschehen.

Seit Anfang diesen Jahres sind nun alle 17 Kommunen und der Landkreis Mitglied beim Tourismusverband München Oberbayern e. V.. Dieser Schritt setzte ein weiteres positives Signal für den Aufbau der Naherholung und des Tourismus für unsere Region. Der gemeinsame Beitritt wurde durch das Regionalmanagement aktiv vorbereitet und konzipiert. Am 14. April 2011 fand eine Eröffnungsveranstaltung für Politik und Bürgern aus dem Landkreis Dachau statt. Dachau AGIL e. V. hat hierzu den Tourismusverein München Oberbayern e. V. eingeladen. Die Perspektiven, die dieser Bereich nun für unseren Landkreis bietet, wurden informativ aufgezeigt, der Vorteil eines gemeinsamen touristischen Gesamtkonzeptes herausgestellt. Ferner wurden die Vermarktungspotentiale über die gemeinsame Internetplattform für alle, seien dies Hotels und Gaststätten oder diverse Veranstalter, anschaulich dargestellt.

Die fachliche Stellungnahme des Tourismusverbands München Oberbayern e. V. sprach für das Konzept, ein einheitliches Marketings für den gesamten Landkreis zu erstellen und die beiden zentralen Punkte Naherholung und Tourismus zu verbinden.

Das Projekt „Naherholung und Tourismus im Dachauer Land“ greift Initiativen von Bürgern auf. Diese werden in ein gemeinsames landkreisweites Angebot eingebunden. Dies sind u. a. Wanderwege (Meditativer Wanderweg zwischen Altomünster und Erdweg, Jakobsweg usw.), Radwege (Europäischer Radweg, der Sonnenweg, 7Klösterweg, Oxenweg etc.) oder das Augustinerchorherrenstift Indersdorf. Vorhandene Ideen und Angebote, die mit Engagement von Bürgern realisiert werden, werden stärker und zielgerichteter vermarktet und haben so mehr Erfolg. U. a. Themenangebote der Landwirte, z. B. Kunst auf dem Bauernhof, mittelalterlicher Erlebnishof oder spezielle Angebote, z. B. Barockfest Altomünster, poetischer Herbst, Ausstellungen, Festivals und Events.

Vereinsaktivitäten und ehrenamtliches Engagement werden belohnt, da sie in einem gemeinsamen Marketing integriert und so einer größeren Zahl von Bürgern und Interessierten bekannt gemacht werden. Hier sind vor allem Museen, künstlerische Aktivitäten, Heimatmuseen, spezielle Präsentationen (z. B. Schützenscheibenausstellungen) etc. zu erwähnen, die durch ehrenamtliches Engagement durchgeführt und organisiert werden. Der finanzielle Rahmen, den Gemeinden aufbringen, wird sinnvoller genutzt und in der Summe letztlich reduziert im Vergleich zu der bisherigen Einzelaktivität von Gemeinden und Museen. Einheitliche Medien reduzieren die Kosten und steigern die Presseaufmerksamkeit.

Ein weiteres Plus des Projektes ist die in den beiden Bereichen Naherholung und Tourismus enthaltene Wirtschaftsförderung. Aktuelle Studien zeigen, dass von Tagesbesuchern in Bayern insgesamt jährlich 1.245,4 Mio. € ausgegeben werden. Diese verteilen sich zu 9,2 % auf Dienstleistungen, 35 % auf Gastgewerbe und 55,8 % auf den Einzelhandel. Ein Potential, das auszuschöpfen sich auch für unsere Region lohnt.

Immer wichtiger wird neben der als selbstverständlich eingeforderten Kundenorientierung und Servicequalität die sogenannte Erlebnisqualität. Der Naherholungssuchende oder der Tourist fordern wirkliche Erlebnisse, an die sie sich gerne erinnern und die sie emotional berühren. Es wird immer wichtiger eine positive „Überraschung“ zu bereiten, die nicht erwartet wurde. Hier ist die Weiterbildung und Qualifizierung gefordert, die im Projekt „Naherholung und Tourismus im Dachauer Land“ eine große Rolle spielen wird.


3.6 Die Westallianz

 

Die “Westallianz“ ist eine Kooperations-Plattform der Gemeinden Bergkirchen, Karlsfeld, Maisach, Odelzhausen, Pfaffenhofen a. d. Glonn und Sulzemoos. Vergleichbar mit der “NordAllianz“ im Freisingerraum, entsteht im Westen der Landeshauptstadt München ein Verbund, der allen Beteiligten eine Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung durch ein eigenständiges Profil mit überregionaler Wahrnehmung ermöglicht.

In diesen sechs Kommunen leben fast 50.000 Einwohner. Sie beheimaten national und international bedeutende Unternehmen aus dem Bereichen Automotive, Logistik, Mechatronik & Automation, Sensorik & Leistungselektronik und I&K-Technologie. Sie sind hervorragend an das überörtliche Verkehrsystem, die A 8, angebunden und liegen in der wirtschafts- und wachstumsstärksten Region Deutschlands – zwischen München und Augsburg. Ein weiterer Vorzug ist die „erreichbare“ Nähe zum Flughafen München FJS.

Der Wirtschaftsraums "Westallianz“ verzeichnet derzeit noch eine hohe Auspendlerzahl. Die BIP-Wirtschaftsleistung und die Gästeübernachtung weisen noch Entwicklungspotential auf. Dies spricht dafür, dass die Leistungsfähigkeit dieses Wirtschaftsraums noch nicht ausreichend deutlich dargestellt wird und als „Marke Westallianz“ noch nachhaltig etabliert werden muss. Dies wollen die sechs Verbund-Partner-Kommunen sowohl im Unternehmensbereich als auch im privatwirtschaftlichen Bereich verbessern.

Als Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit haben sich die Gemeinden auf abgestimmte Zielsetzungen, Themen und Inhalten geeinigt. Im Vordergrund steht die überregionale Vermarktung der Gewerbestandorte an der A 8, die sich sowohl an mittelständische Unternehmen und Investoren wenden, aber auch national und international orientierte Unternehmen ansprechen werden. Voraussetzung ist die gemeinsame Erarbeitung eines innovativen Arbeits- und Lebensumfeldes. Im Fokus stehen dabei die Qualität des Wohnens, die Bildungsmöglichkeiten und die Kultur- und Freizeitangebote. Die Ansiedelung von Fachkräften, die Integration von jungen Familien und von Jugendlichen stehen hier ebenso im Blickfeld, wie die Herausforderung des demographischen Wandels und die Fragen nach einer gelingenden Migration.

Die Westallianz organisiert sich in einer „Gesellschaft des bürgerlichen Rechts“ (GbR). Sie vereinbarte ein jährliches festes Budget. Im Herbst wird die Westallianz durchstarten mit einem eigenen Logo, einem herausragenden Internetauftritt und den ersten Marketinginstrumenten für Messen. Ein Unternehmerforum ist für den Herbst diesen Jahres geplant, das ansässige und potentielle Unternehmen und Investoren zusammenbringt und die Westallianz als überregionale agierenden Ansprechpartner präsentieren wird. x


3.7  Der Dachauer Oxenweg

 

Der Dachauer Oxenweg

Auf dieser historischen Triebroute kann der Besucher längst vergangene Geschichte und Geschichten rund um den Oxenhandel  (im groben war dies der Zeitraum von 1350 bis 1750) im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“ und in spannende Erlebnisse eintauchen. Die Wiederbelebung dieser historisch bedeutsamen Handelsroute dient nicht allein der Tourismusentwicklung und Vermarktung regionaler Erzeugnisse in der Region. Vielmehr ist es auch Ziel, die kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Gemeinden zu vertiefen und weiterzuentwickeln.

Aus dieser Idee ist ein Stammtisch mit Bürgern und der Politik entstanden, der sich bewährt hat und den unsere Bürger aktiv gestalten. Die Mitglieder des Stammtisches haben die konkrete Wegführung konzipiert, historische Dokumente, Sagen und Mythen rund um den Oxenweg zusammengetragen und die potentielle Einbindung von Gaststätten und Landwirten in das Oxenweg-Konzept vorbereitet.

Die bisher beteiligten Gemeinden - Markt Altomünster, Markt Indersdorf, Weichs, Vierkirchen und Petershausen - haben den festgelegten Weg dokumentiert und so ausgestaltet, dass er nur auf bereits bestehenden Rad- und Flurwegen geführt wird. Frau Sylvia Podewils hat – gefördert durch das Regionalmanagement Dachau AGIL e. V. - eine historische Aufarbeitung des Dachauer Oxenwegs erstellt. Diese Ergebnisse werden sowohl in der Beschilderung, als auch in der Gestaltung von Flyern und weiterem Marketingmaterial einfließen.

Wer sich diesem Stammtisch anschließen oder Ideen zum Oxenweg einbringen möchte, wendet sich an Christian Richter, Markt Altomünster, unter Telefon 08254-999722.


3.8 Meditativer Wanderweg zwischen Altomünster und Erdweg

 (Entwurf)

Auch hier haben gemeinsame Stammtische mit BürgerInnen und der Kommunalpolitik den nötigen Schub für die Weggestaltung gegeben. Mehr als 10 Stationen sind geplant, die durch kleine Arbeitsgruppen betreut werden. Diese werden bis Herbst 2011 die Stationen bauen und gestalten. Die Eröffnung des Weges ist für Frühjahr 2012 vorgesehen.

Der Kreativität der Gruppe sind kaum Grenzen gesetzt. Das zeigt sich schon an der einmaligen und besonderen Namensgebung, die der Weg erhalten soll: „InsIchGehen“. Es wurden aber bisher nicht nur der Name und das Logo - ein Entwurf von Manfred Eichner aus Altomünster - beschlossen, sondern jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit, „seine“ Station detailliert auszuarbeiten und für die Umsetzung „Förderpartner“ zu suchen.

Zu insgesamt acht Themenfeldern sollen nun etwa 13 unterschiedliche Installationen errichtet werden. Die kleinen Kunst-Bauwerke stehen symbolisch für Themen rund um die innere Einkehr und sprechen meist für sich. Kurze Texte an den Stationen sollen den Wanderer zum Nachdenken und zum „InsIchGehen“ anregen. Es beteiligen sich die Firmgruppe der Pfarrei St. Alto und das Kinderhaus St. Martin. Die Ehrenamtlichen wünschen sich den Weg "lebendig", er soll nicht nur häufig abgewandert werden, sondern auch zukünftig weiter wachsen und gedeihen.

Wer sich diesem Stammtisch anschließen möchte oder an einer Stationspatenschaft interessiert ist, wendet sich an Ludwig Ostermair, Gemeinde Erdweg, unter Telefon 08138-9317137.


3.9  Geschichtswerkstatt im Landkreis Dachau

 

„Hoffnungsvoller Dreisprung in die Erinnerung“ lautete die Überschrift zu einer Presseerklärung. Um bei diesem Bild zu bleiben, kann man heute feststellen: bereits mit dem 1. Sprung (Teilprojekt 1 – Ausbildungskurs für Zeitzeugen-Interviews, VHS Karlsfeld) wurde eine deutliche Weite hingelegt.

Mit Energie, Wissensdurst und Freude haben die TeilnehmerInnen von September 2010 – Juni 2011, immer mittwochs von 18.30 bis gegen 21.30, die Themen Geschichte, Kultur, Wirtschaft, Recht und Politik, aber auch den soziologischen und demografischen Wandel vom Ende des 2. Weltkrieges bis zu Gebietsreform in Bayern (1945 – 1978), verinnerlicht. Ein breitgefächertes, fundiertes Konzept der Professoren Helmut Beilner und Wilhelm Liebhart war beste Basis für den Seminarerfolg. Beide Herren waren - neben Dr. Norbert Göttler - Professor Heydenreuter und weiteren ReferentInnen zu Sonderthemen - auch die Garanten des Lernerfolges. Positiv hervorzuheben für die künftige Arbeit ist der im Seminar gewachsene, gegenseitige, offene Gedanken- und Wissensaustausch. Erste Ergebnisse aus durchgeführten Zeitzeugen-Befragungen wurden bereits präsentiert. Der gegenseitige Lerneffekt ist eine gute Basis für die künftige Arbeit der Gruppe. Für den nachhaltigen Erfolg dieses wichtigen AGIL-Projektes Geschichtswerkstatt im Landkreis spricht die schon jetzt deutlich erkennbare ‚Vernetzung‘ innerhalb der 3 Teilprojekte!

Die Mehrzahl der Teilnehmer hat Interesse und Mitarbeit auch beim Teilprojekt 2, die Zeit von 1945 – 1949 im Landkreis, zugesagt. Archivrecherche, Materialsammlung und Personen-Interviews unter fachkundiger Leitung von Kreisheimatpfleger Dr. Norbert Göttler sind hier die Themen; die Kontakte bestehen inzwischen in alle Landkreisgemeinden. Zwei Treffen dieses offenen Arbeitskreises haben dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Gedankenaustausch zu Fragestellungen, Wünschen und Erwartungen gedient. Schön anzusehen, wie alte Hasen der Archiv- und Heimatforschung sich mit ‚Newcomern‘ austauschen – ein wichtiges Ziel des Teilprojektes! Nur so lässt sich Archivarbeit und Zeitgeschichtsforschung landkreisweit auf ein einheitliches Niveau heben. Eine Information an alle Bürgermeister gab Dr. Norbert Göttler bei der letzten Bürgermeister-Dienstbesprechung im Landratsamt.

‚Last but not least‘ hat sich Sabine Gerhardus (Mitarbeiterin bei „Namen statt Nummern“) im Teilprojekt 3 der Geschichtswerkstatt die Aufgabe gesetzt, das bisher wenig bis überhaupt nicht bearbeitete Thema Das Lager und der Landkreis zu erforschen. Wer war aus dem Landkreis während der NS-Herrschaft im Lager inhaftiert? Wer hat als Häftling nach der Befreiung des KZ im Landkreis Dachau gelebt, gearbeitet oder sich eine selbstständige Existenz aufgebaut? Die intensive Archivarbeit war erfolgreich: weit über 100 Personen aus Dachau und dem Landkreis wurden recherchiert.

Alle 3 Teilprojekte haben sich - bei Einhaltung des Finanzrahmens - bereits im 1. Jahr sehr positiv positioniert. Aktuell wird der Internetauftritt ‚Geschichtswerkstatt Dachau‘ erarbeitet; die Domain ist bereits gesichert. Projektkoordinator Thomas Vötter freut sich besonders, dass sich die erstmalige Kooperation zwischen den beiden Bildungseinrichtungen Dachauer Forum e. V. und vhs Dachau Land bzw. vhs Karlsfeld sehr vertrauensvoll, konstruktiv und offen entwickelt hat.“
(Autor: Thomas Vötter, Projektkoordinator)

4. Mitglied beim Tourismusverband München Oberbayern e. V.

  Seit diesen Jahres sind alle Kommunen und der Landkreis Mitglied beim Tourismusverband München Oberbayern e. V. Der Tourismusverband ist ein seit 1937 eingetragener Verein mit derzeit 338 Mitgliedern. Der Verband beschäftigt mittlerweile 11 MitarbeiterInnen in München.

Seine Einnahmen gewinnt er aus wirtschaftlicher Tätigkeit (45%), Mitgliedsbeiträgen (20%) und Fördergelder (EU 10% + LandBay 25%). Er kann so jährlich über ein Gesamtbudget von 3,6 Mio. € verfügen.

Durch die Gesamtmitgliedschaft des Dachauer Landes reduzieren sich die Einzelmitgliedsbeiträge. Alle Kommunen sind nun in den Verteiler des Rundbriefs aufgenommen. Das sind nur die „oberflächlichen“ Vorteile. Ein ganz erheblicher Mehrwert ergibt sich aus den Dienstleistungen für diese Region. Das sind Unterstützung bei EU-Förderprogrammen, das Erarbeiten aktuellster Informationen, Studien und Statistiken, Problemlösung bei rechtlichen Fragen zum Tourismus, das Gestalten von günstigen Rahmenvereinbarungen für Messeauftritte und Veranstaltungen sowie das Bereitstellen von Muster-AGBs. Dazu kommen spezifische Weiterbildungsangebote der Alpen Tourismus Akademie, wie die Ausbildung zur Tourismusfachkraft oder Schulungen im Bereich Internet und eTourismus.

Ein besonderes Highlight ist, dass sich alle Kommunen und der Landkreis in die Oberbayern-Maps eintragen können (http://maps.oberbayern.de/). Neben den Kommunen können sich Gaststätten, Hotels, Dienstleister rund um den Tourismus darstellen; Rad- und Wanderwege können eingetragen werden, Sport- und Bademöglichkeiten, Gesundheitsangebote und Ausflugsziele und vieles mehr. Aktuell ist die Oberbayern-Maps so aufbereitet, dass sie auch auf Smartphones angezeigt werden kann oder Routen auf Navigationsgeräten wiedergegeben werden können. Mitte Juli fand eine sehr nachgefragte Schulung für die Oberbayern-Maps statt. Diese wird auf Grund der hohen Nachfrage evtl. Anfang 2012 erneut angeboten. Interessierte bitte bei Dachau AGIL e. V. unter 08139-999580 melden.

Diese Mitgliedschaft bietet somit eine gute Basis für das Projekt „Naherholung und Tourismus im Dachauer Land“. Der Verband ist ein etablierter starker Partner, der über ein nachhaltiges Netzwerk verfügt und der reichlich fachliche Beratung und Wissen liefern kann.

5. Kultur im Landkreis

   
 

Eifrigen Lesern unseres Internetauftritts ist sicher der blaue „Autobahn“-Button „Kultur im Landkreis“ aufgefallen. Ein Klick bringt den Leser auf eine Überblickseite zu den kulturellen Veranstaltungen im Landkreis. Entstanden ist diese Idee bei „Kult A 8", die nach einer Plattform suchten, auf der sie zeitnah ihre Veranstaltungen einstellen können.

Sie wollten aber auch ein Instrument haben, um im Vorfeld Veranstaltungen zu planen und miteinander abzustimmen. So sollte weitestgehend verhindert werden, dass durch nicht abgesprochene Planung plötzlich an einem Wochenende mehrere interessante Veranstaltungen angeboten werden. Die BürgerInnen somit die „Qual der Wahl“ haben und darüberhinaus die Veranstalter womöglich auf ihren Kosten sitzen bleiben. Der aktuelle Veranstaltungskalender bietet beides und wurde schnell und unkompliziert durch Dachau AGIL e. V. installiert. Für Administratoren ist in einem geschlossenen, nicht öffentlichen Bereich eine abgestimmte Planung für Veranstaltungen möglich. Der sichtbare Bereich ist für jedermann und -frau anzusehen und bietet eine gute Übersicht über die kulturelle Angebotslandschaft im Dachauer Land.

Die Initiierung dieses Veranstaltungskalenders war Anlass, dass sich ein Personenkreis zusammenfand, der sich um kulturelle Belange in Kommunen oder Vereinen kümmert. Daraus wird eine Gruppe entstehen, die die Kultur im Dachauer Land „in die Hand“ nimmt. Diese Gruppe trifft sich zum nächsten Stammtisch am 27. September 2011, im Bräustüberl der Schlossbrauerei Odelzhausen; die genaue Uhrzeit bitte dem Terminplaner auf der Internetseite von Dachau AGIL e. V. entnehmen. Interessenten sind herzlich eingeladen.

6. Mandatsträgerkonferenz zu "Windkraftstandorte im Landkreis Dachau"

 

Es ist schon fast Tradition, dass der Regionalentwicklungsverein Dachau AGIL e.V. alle MandatsträgerInnen (Gemeinde, Kreis- und Stadträte/Innen) aus dem Dachauer Land regelmäßig zu Informationsveranstaltungen einlädt. Die nächste Mandatsträgerkonferenz findet statt am

Termin: Donnerstag, 29. September 2011
Beginn: 17:30 Uhr
Ort: Gasthof Doll, Ried 1, 85229 Markt Indersdorf

Das Thema Windkraft ist das wohl derzeit am meist diskutierte - nicht nur in unserem Landkreis. Was viel diskutiert wird, bedarf hin und wieder einer informativen sachlichen Ausrichtung. Dass der Einstieg in die erneuerbaren Energien schnell realisiert werden muss, ist wohl unstrittig. Strittig sind eher Details und der gemeinsame Weg im Dachauer Land. Für und Wider sind positive Signale, dass das Thema Windkraft den „Nerv der Zeit“ trifft und viele BürgerInnen und die Politik bewegt.

Hierzu werden Fachleute in der Mandatsträgerkonferenz informieren und zur Diskussion anregen.

Vorgesehene Tagesordnung

  1. Begrüßung, 1. Bürgermeister Heinz Eichinger, 1. Vorsitzender Dachau AGIL e. V.
  2. Statement, Hansjörg Christmann, Landrat
  3. Windkraftanlagen, Vortrag Erich Wust / Fa. Wust – Wind & Sonne GmbH & Co. KG
    Grundsätzliches / technischer Aufbau / Checkliste Standorte / betriebswirtschaftliche / Belange / Beteiligungsformen / Bürgerbeteiligung
  4. Planungsstand Windkraftanlagen Landkreis Dachau, Erläuterung Planungsbüro Brugger
  5. Verschiedenes

Zu TOP 3 und 4 stehen bei rechtlichen Fragen zum Planungs- und Genehmigungsverfahren die Herren des LRA Alexander Krug (Abt.Ltr. 4 Baurecht), Stefan Löwl (Abt.Ltr. 6 Umwelt) und Kreisbaumeister Georg Meier zur Verfügung.

Nutzen Sie die Chance und nehmen Sie den Termin wahr! Er wird auch u. a. für das Gemeinschaftsprojekt "Siedlungsentwicklung zwischen Dorf und Metropole" von Wichtigkeit sein.

Eine persönliche Einladung werden alle Mandatsträger Mitte September 2011 noch erhalten.

 

Nebenstehende Grafik zeigt, welchen Platz Bayern bundesweit bei der Stromerzeugung durch Windkraft einnimmt und welches Potential noch vorhanden ist.

Quelle: Bundesländervergleich Erneuerbare Energien 2010 DIW/

Informationsportal Erneuerbare Energien

7. Energielotsen im Dachauer Land

  Auf dem Symposium „Böse Kernkraft, gute Windkraft – schaffen wir die Energiewende“ der Süddeutschen Zeitung am 22. Juli 2011 fordert Herbert Barthel, Leiter des Energiereferats des Bundes Naturschutz in Bayern, einen schnellstmöglichen Atomausstieg, Energieeinsparungen und lokale Energieberater.

Mit der Forderung nach lokalen Energieberatern erhielt er breite Zustimmung, da uns die Energiewende u. a. dazu zwingt, dass wir mit der vorhandenen Energie sparsam(er) und verantwortungsvoll(er) umgehen.

Was Herbert Barthel nicht wusste ist, dass über das Freie EnergieForum 15 Energielotsen/innen betreut werden, die umfassend qualifiziert sind (u. a. wurde ihre Ausbildung durch die DEKRA zertifiziert) und neutral und unabhängig beraten können. Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen werden durch diese neutrale Beratungsleistung informiert und unterstützt, wie sie Energie eingespart können, wie sie bei Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen oder bei Neubauten zukunftssicher und nachhaltig handeln können. Kommunen wie Karlsfeld, Bergkirchen oder Vierkirchen bieten für ihre Bürger kostenfreie Energiesprechstunden an, die durch das Freie EnergieForum durchgeführt werden; ein wichtiger Schritt um Bürgern unabhänige Informationen und somit Sicherheit zu geben.

Das Freie EnergieForum können Sie erreichen unter 08139-999579. Im Internet stellen sich alle 15 Energielotsen/Innen vor.


8. Kontakt / Impressum

Herausgeber: Dachau AGIL e. V.
V.i.S.d.P: Heinz Eichinger, 1. Vorsitzender
Schloßgut Mariabrunn
85244 Röhrmoos
Telefon: 08139 / 999 580
Telefax: 08139 / 999 581
E-Mail:
kontakt@Dachau-Agil.de 
Web:
www.dachau-agil.de 

9. Anregung, Lob, Kritik

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  Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

  Das Regionalmanagement des Landkreises Dachau wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Regional und genial - des san mia!